Die Schulprojektwoche AVANTI ermöglicht im Rahmen des Lehrplans 21 einen starken Einstieg in die Berufliche Orientierung. Fragen der Laufbahn- und Lebensplanung werden mit Genderfragen verknüpft. Durch Kennenlernen geschlechtsuntypischer Berufsfelder und Lebensentwürfe erweitern Jugendliche Ihren Erfahrungshorizont und werden befähigt, einen reflektierten Berufsentscheid anzustreben.
 

Die Projektwoche

AVANTI ist als fünftägiges Modul konzipiert, das sich in gemeinsame, wie auch in separate Module für Schülerinnen und Schüler strukturiert. Nach einem spielerischen Wochenstart zum Thema Selbst-, Fremd- und Vorbilder trennt sich die Klasse am Montagnachmittag in eine Schüler- und eine Schülerinnengruppe. In diesen Gruppen werden die am Vormittag bearbeiteten Themen vertieft und die folgenden Tage vorbereitet.

Perspektivenwechsel

Aufgrund der ausgeprägten geschlechtsspezifischen Orientierung der Jugendlichen bei der Berufswahl werden bei Mädchen und Knaben unterschiedliche Akzente gesetzt:

Schülerinnen begleiten Berufsfrauen in technischen und handwerklichen Berufen und stärken das Vertrauen in ihre technischen Fähigkeiten. Sie werden ermutigt, stereotype Rollenvorstellungen zu hinterfragen, entdecken unbekannte Talente und reflektieren die Erfahrungen im erprobten Beruf aus persönlicher Sicht.

Schüler begleiten Berufsmänner in geschlechtsuntypischen Berufen oder Teilzeit erwerbstätige Väter im Spannungsverhältnis zwischen Beruf und Familie. Diese Erfahrungen ermöglichen ihnen, stereotype männliche Rollenbilder zu hinterfragen, moderne Karriere- und Lebensmodelle zu diskutieren und aus persönlicher Sicht Vor- und Nachteile des erprobten Berufs oder Lebensentwurfs abzuwägen.

Gemeinsam setzen sich Schülerinnen und Schüler mit Aspekten von bezahlter und unbezahlter Arbeit auseinander und entwickeln Vorstellungen einer Laufbahn als Berufsfrau bzw. Berufsmann. Sie diskutieren Arbeitsmodelle, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familienarbeit ermöglichen.